17. Platz bei der Ironman 70.3 WM in Mooloolaba (Australien)

Top-20 bei der Ironman 70.3 WM in Mooloolaba. Mehr ging leider an diesem Tag nicht. 

Foto: Stephan Knopf

Rückblick

Nach der Ironman 70.3 EM in Wiesbaden folgten zwei ruhigere Tage bevor ich noch ein paar ausgewählte Reize vor dem Abflug nach Australien setzte. Nach ein paar Tagen der Anpassung konnte ich alle geplanten Einheiten umsetzen und vor allem im Laufen wieder einen Schritt nach vorne machen. So konnte ich mit einem guten Gefühl auf die bevorstehende Ironman 70.3 WM in Mooloolaba schauen.

 

17. Platz bei der Ironman 70.3 WM in Mooloolaba (Australien)

 

04.09.2016

 

Fünf Minuten nach den Profi-Männern wurden die Profi-Damen auf die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke an der Küste von Mooloolaba auf die Reise geschickt. Da das Wasser am frühen morgen doch noch recht frisch war durften alle Teilnehmer mit Neoprenanzug schwimmen. Ich erwischte einen guten Start, doch nach einigen Metern konnte ich die erste große Spitzengruppe nicht mehr halten, sodass ich von nun an auf mich alleine gestellt war. Nach 26:06 Minuten erreichte ich als Fünfzehnte die Wechselzone. „Nach meiner guten Schwimmleistung in Wiesbaden hatte ich gehofft mit der ersten großen Spitzengruppe aus dem Wasser steigen zu können, um auf dem Rad alle taktischen Möglichkeiten zu haben. Doch am heutigen Tag konnte ich das Tempo einfach nicht halten und musste mich alleine durch das Wasser kämpfen.“

Nun sollte die Aufholjagd beginnen. Doch ich fand von Anfang an nicht meinen Rhythmus und konnte die angepeilten Leistungswerte nicht umsetzen. Nach gut 30 Kilometern wurde ich von einer größeren Gruppe von Profi-Damen eingesammelt. Mit dieser Gruppe war ich dann bis Kilometer 70 gemeinsam unterwegs. In einer steilen Abfahrt, in der dann auch immer mehr Altersklassenathleten aus der ersten Runde hinzustießen verlor ich den Anschluss und musste die restlichen Kilometer alleine absolvieren. Nach 2:28:30 Minuten erreichte ich als Neunzehnte die Wechselzone. „Man soll ja gewissermaßen mit kleinen Dingen zu frieden sein. So muss ich sagen, dass meine Radbeine heute schonmal besser waren als in Wiesbaden, doch bei weitem nicht so, wie zu Beginn der Saison. Daran gilt es nun wieder zu arbeiten.“

Foto: Philipp Seipp

Auf der Laufstrecke hatte ich von Beginn an ein gutes Gefühl, sodass ich noch zwei Plätze gut machen konnte. „Mit dem Laufen bin ich zufrieden. Es lief von Anfang an recht rund und ich konnte ein konstantes Tempo halten. Dies stimmt mich für die noch ausstehenden Rennen sehr optimistisch.“ Mit einer Zeit von 1:26:47 Minuten für den abschließenden Halbmarathon und einer Gesamtzeit von 4:26:45 Minuten erreichte ich als Siebzehnte das Ziel.

„Der siebzehnte Rang ist natürlich nicht ganz das Ergebnis, was ich mir für den heutigen Tag vorgenommen habe. Doch ich habe alles gegeben und mehr war heute einfach nicht drin.“

Mein Glückwunsch geht an die Überraschungssiegerin Holly Lawrence, die Zweitplatzierte Melissa Hausschild und die Drittplatzierte Heather Wurtle sowie den Sieger bei den Männern Tim Reed.

 

Ergebnisübersicht:

NAME NA GESAMT 1,9 km SWIM 90 KM BIKE 21,1 KM RUN
1 Holly Lawrence GBR 4:09:12 23:24 2:19:28 1:21:48
2 Melissa Hauschildt AUS 4:11:09 26:46 2:21:06 1:18:43
3 Heather Wurtele CAN 4:13:36 25:05 2:22:26 1:21:38
4 Daniela Ryf SUI 4:14:09 24:12 2:23:47 1:21:19
5 Caroline Steffen SUI 4:17:16 24:13 2:23:09 1:25:10
6 Annabel Luxford AUS 4:17:26 24:11 2:23:44 1:24:58
7 Laura Philipp GER 4:17:40 27:16 2:24:46 1:21:00
8 Alicia Kaye USA 4:17:53 24:17 2:23:31 1:25:35
9 Radka Vodickova CZE 4:18:17 24:10 2:26:51 1:22:37
10 Magali Tisseyre CAN 4:18:19 24:16 2:23:49 1:25:36
17 Natascha Schmitt GER 4:26:45 26:06 2:28:30 1:26:47

 

Ausblick

Nach ein paar Tagen Erholung, die ich gemeinsam mit meiner Familie noch in Australien verbringen werde, wird es nochmal ein paar ausgewählte längere Reize für die noch ausstehenden beiden Langdistanzen in Mallorca und auf Hawaii geben. Mein Trainer Rainer Skutschik und ich haben uns vor ein paar Tagen für den Start bei der Ironman WM in Hawaii entschieden, sodass ich mich in Hawaii mit den Wettkampfstrecken unter Wettkampfbedingungen vertraut machen kann und für die kommende Saison genau weis, was auf mich zu kommt. Als Abschluss meiner noch verbleibenden Trainingswochen werde ich den Ironman Mallorca noch mitnehmen um nochmal Tempohärte auf für die längeren Distanzen zu sammeln. Die letzten Wochen waren ausschließlich auf die Ironman 70.3 WM ausgelegt, sodass ich nun nochmal an meinen Umfängen schrauben muss. Bei der Ironman WM auf Hawaii möchte ich einfach Erfahrung sammeln und mich mit den Gegebenheiten im Wettkampf auseinander setzen.

 

 

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