Top-Ten bei der Ironman Europameisterschaft in Frankfurt

Ich bin einfach glücklich, dass ich bei meinem zweiten Ironman meine individuelle Leistungsfähigkeit abrufen und mit einer Zeit von 9:21:56 Minuten den zehnten Rang belegen konnte.

 

Tolle Stimmung auf der Laufstrecke (Foto: Ingo Kutsche)

Zehnte bei der Ironman Europameisterschaft in Frankfurt

Nach dem Rennen in Heilbronn absolvierte ich noch einen längeren Umfangstag mit ruhigen Kilometern auf dem Rad und im Wasser, bevor das Tapering für Frankfurt begann. In den letzten zwölf Tagen vor dem Rennen wurden die Umfänge gesenkt und es standen nur noch kurze Einheiten mit kleinen Intensitäten knapp über der Ironmanrenngeschwindigkeit auf dem Plan. In diesen Tage konzentrierte ich mich auf das Füße hochlegen und Kräftetanken für mein Heimrennen in Frankfurt. Die letzten Einheiten  liefen gut und ich merkte wie die Form und auch die Anspannung von Tag zu Tag weiter anstieg.

Gestern war es dann soweit. Der Tag der zweiten Langdistanz war gekommen. Der Startschuss fiel pünktlich um 6:45 Uhr am Langener Waldsee. Ich erwischte einen sehr guten Start und konnte mich gleich von der großen Masse lösen, um frei schwimmen zu können. Leider verpasste ich den Anschluss an die Spitzengruppe, sodass ich meistens alleine Tempo machen musste. Ich fühlte sich von Anfang an gut und konnte mein Tempo halten. Nach 51:51 Minuten erreichte ich als Siebte die Wechselzone.

Kurz vor dem Start noch gut gelaunt (Foto: Ingo Kutsche)

Nun wollte ich nach meinen Leistungsdaten agieren, doch wiedermal spielte mir die Technik einen Streich und ich hatte keinerlei Angaben an denen ich mich orientieren konnte. So verließ ich mich auf mein Gefühl. Angefeuert von vielen heimischen Fans drückte ich anfangs mätchig aufs Tempo. „Es fühlte sich so gut an, ich freute mich über viele bekannte Gesichter an der Strecke und es machte einfach Spaß.“ Nach gut 50 Kilometern merkte ich, dass ich mein Tempo ein wenig drosseln muss, um die 180 Kilometer auf dem Rad gut zu überstehen. Nach gut der Hälfte der Distanz ging es leichtabschüssig wieder Richtung Frankfurter Innenstadt, in der die Athleten dann auf die zweite Runde geschickt werden, und dort passierte es. Ein Mann überquerte ohne nach links und rechts zu sehen die Straße. Der vor mir fahrende Athlet versuchte den Mann noch auf sich aufmerksam zu machen und auszuweichen. Doch es reichte nicht mehr. Die beiden krachten zusammen. Der Athlet machte mit seinem Rad einen Überschlag und der andere Mann flog im großen Bogen zum Fahrbahnrand. Ich konnte glücklicherweise noch ausweichen und machte die Zuschauer auf den Unfall aufmerksam. Nun hoffe ich, dass es den beiden gut geht und nichts Schlimmeres passiert ist. Diesen Schock musste ich auf den folgenden Kilometern erstmal verabeiten. So versuchte ich mich mit anderen Dingen abzulenken und mich weiterhin auf mein Rennen zu konzentrieren. Auf der zweiten Radrunde nahm der Wind in der Wetterau immer stärker zu, sodass die Kilometer nicht mehr einfach vorbei flogen. Am Ende musste ich meinem Anfangstempo Tribut zollen und gegen schwere Beine kämpfen. Nach 5:15:25 Minuten erreichte ich als Sechzehnte die Wechselzone.

Die ersten Kilometer vergingen wie im Flug (Foto: Ingo Kutsche)

 

Da ahnte ich noch nichts davon, dass sich gleich vor mir ein schwerer Unfall ereignen sollte (Foto: Ralf Holuschek)

Nun hatte ich mir einen Marathon unter drei Stunden vorgenommen. Getragen von den vielen Freunden und Bekannten an der Strecke gab ich ordentlich Gas auf den ersten 20 Kilometern. Doch mit Kilometerabschnitten knapp unter und über der vier-Minuten-Marke war das Tempo ein wenig zu schnell, sodass ich mich nun auch im Marathon die letzten zwei Runden quälen musste. Dennoch machte ich weitere Plätze gut. Am Ende lief ich mit 3:09:39 Minuten dennoch eine der schnellsten Marathonzeiten im Feld der Frauen und durfte mich mit einer Gesamtzeit von 9:21:56 Minuten über Platz zehn freuen.

Die ersten Kilometer fliegen an mir vorbei (Foto: Ingo Kutsche)

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe alles gegeben und freue mich über meine Zeit und die Top-Ten-Platzierung. Leider hat es mit dem Marathon unter drei Stunden nicht geklappt, da ich zu schnell angelaufen bin. Aber ich habe es versucht und bin glücklich mit meinem Rennen,“ so Natascha nach dem Wettkampf.

Auf dem Weg zum Ziel am Römer. Was kann es Schöneres geben? (Foto: Familie Storch)

„Mein Glückwunsch geht an die ersten drei Damen Corinne Abrahm, Liz Lyles und Gina Crawford, die ein starkes Rennen gezeigt haben.“

 

Ausblick:

10.08.2014

Ironman 70.3 Europameistrschaft in Wiesbaden

Nun stehen erstmal ein paar Tage Erholung auf dem Programm, in denen ich einfach mal andere Dinge tun werde, ausser Schwimmen, Radfahren und Laufen. Danach werde ich mich auf die Ironman 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden vorbereiten. Welche Rennen ich in der zweiten Saisonhälfte bestreiten werde, werde ich mir in den nächsten Tagen überlegen.

 

 

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