Ab heute beginnt das Training wieder

Nach meinem vorzeitigen Ausstieg beim Ironman Mallorca brauchte ich erst einmal ein paar Tage, um darüber hinweg zu kommen. Später sagt man immer, „hätte, wenn und aber.“ Doch die Vergangenheit kann man nicht mehr rückgängig machen und so ging mein Blick dann bald wieder Richtung Zukunft. Viele Gespräche mit unterschiedlichen Personen halfen mir wieder positiv nach vorne zu schauen und neue Ziele ins Visier zu nehmen. 

Der Blick geht in die Zukunft, nächstes Jahr kommen neue Rennen (Foto: Utz Brenner)

 

Nach ein paar Tagen zu Hause, in denen die Koffer aus- und wieder eingepackt wurden, ging es dann auf die lange Reise zur Ironman Weltmeisterschaft nach Hawaii. Für mich standen nun Tage der Erholung auf dem Programm und für meinen Freund hieß es Kraft tanken für das letzte und wichtigste Rennen der Saison. Wir gönnten uns gemeinsam viel Ruhe, genossen das schöne Wetter und fieberten dem Rennen entgegen. Für mich stand fest, dass ich mir in diesem Jahr die Strecken schonmal ganz genau anschauen wollte, sodass ich weis, was dann hoffentlich in ein paar Jahren auf mich zu kommt, wenn ich mich für das „Rennen aller Rennen“ qualifizieren sollte. So fuhr ich einmal mit dem Bus nach Hawii und mit dem Rad von Hawii zurück nach Kona. Der Wind meinte es an diesem Tag gut mit mir, sodass ich keine Probleme hatte, das Rad auf der Straße zu halten. 

Meine Tour von Hawii zurück nach Kona

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus auf den Highway, um die letzten 10 Kilometer der Laufstrecke zu absolvieren. Auch wenn das Tempo nicht hoch war, spürte ich die aufsteigende Hitze durch den Asphalt und die leichten Wellen der Straße.

Die letzten Meter des 10 Kilometerlaufes zum Appartment

Die Schwimmstrecke hatte ich mir schon vor zwei Jahren angeschaut, sodass ich dieses Jahr nur ein wenig zum Plantschen und „nach Fischen schauen“ ins Meer ging. Die restlichen Tage gehörten ganz der Erholung. 

 

Am Renntag selbst versuchte ich meinen Freund bestmöglich zu unterstützen, sodass er sein Ziel einer Top-5-Platzierung in seiner Altersklasse erreichen konnte. Es lief von Anfang sehr gut bei ihm, sodass ich das Rennen richtig genießen konnte. Beim abschließenden Marathon begann dann meine Arbeit. In diesem Jahr begleitete ich ihn mit meinem Rennrad, sodass ich immer wieder voraus fahren konnte um dann wieder stehen zu bleiben und ihn anzufeuern und nach seinen Konkurrenten zu schauen. Es ist gar nicht so einfach, einen Athleten 3-Stunden zu motivieren, wenn man sieht wie schlecht er aussieht und wie sehr er sich bereits quält. Ich habe immer wieder versucht ihm positive Dinge zu zu rufen und ihn weiter bei Laune zu halten. Am Ende schaffte er es seinen Körper bestmöglich zu überlisten und ein tolles Rennen hinzulegen. Am Ende durfte er sich über Rang 3 der AK 30-34 und einer Zeit von 9:08 Std. freuen.

Dieses Rennen hat mir mal wieder gezeigt, wieviel der Kopf bzw. die Motivation in einem Rennen ausmacht. Ich hoffe, dass ich mir da einiges abschauen konnte und es dann im nächsten Jahr umsetzen kann.

Nach dem Rennen ging es noch für 3 Tage nach Honolulu, um uns auch mal ein Bild von dieser Insel machen zu können. Hier gingen wir viel spazieren und schauten uns verschiedene Sehenswürdigkeiten an.

Besuch des Schlachtschiffes in Pearl Habour

 

Langer Spaziergang zum Diamond Head

Nach dem wir wieder zurück in Deutschland waren begann für mich die Büroarbeit. Viele Arbeiten waren in den vergangenen Wochen liegen geblieben, die galt es nun aufzuarbeiten. So begann u.a. die Suche nach neuen Partnern oder Sponsoren, die meinen Weg unterstützen möchten. Die Überarbeitung meiner Arbeit als Personaltrainerin stand an und die Festlegung meiner neuen Rennen. So viel steht schonmal fest, im nächsten Jahr wird es einige Änderungen in meinem Wettkampfkalender geben. Der Schwerpunkt wird auf der Verbesserung der Mitteldistanzleistung liegen. Dennoch wird es auch im nächsten Jahr zwei Langdistanzen geben, bei denen ich natürlich eine neue Bestzeit im Blick habe.

Heute sind mehr als 4 Wochen ohne Training vergangen, sodass ich heute wieder langsam ins Training einsteige. Die letzten Wochen gab es keinen bestimmten Tagesrhythmus. Diesen wird es ab heute wieder geben. Schon jetzt freue ich mich darauf meinen Körper wieder in Form zu bringen und langsam zu merken, wie die sportliche Leistungsfähigkeit zu nimmt. Noch fühle ich mich träge und faul, doch das wird sich dann hoffentlich nach ein paar Tagen ändern. Jeder Anfang ist schwer, aber wenn es dann mal läuft, ist es um so schöner.

 

 

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