Das Schwimmen war mit 15,6 Grad Wassertemperatur sehr frisch, lief aber wie die gesamte Saison gut, sodass ich als Dritte auf mein Rennrad wechseln konnte. Schon beim Schwimmen hatte ich das Gefühl an diesem Tag mehr Kraft aufwenden zu müssen, wie sonst. Doch ich versuchte diese Gedanken zur Seite zu schieben. Nach nur wenigen Metern ging es direkt in den Anstieg zum Füelapass.

Schon am Anfang machte sich meine Lunge deutlich bemerkbar. Ich versuchte mich immer wieder zu beruhigen, doch es wurde nicht besser. Mehrmals machten sich Gedanken ans Aufgeben breit. Doch als ich den Gipfel erreicht hatte wusste ich, dass ich das Rennen jetzt bestmöglich zu Ende bringe. Als Siebte hatte ich die 53 Kilometer lange mit 1700 Höhenmetern schwere Radstrecke hinter mich gebracht. Auf den ersten Metern der Laufstrecke musste ich ein paar Gehpausen einlegen, da ich von Seitenstechen geplagt wurde.

Nach gut 5 Kilometern konnte ich endlich in einen normalen Laufrhythmus übergehen. Doch auch hier konnte ich meine Leistung nicht abrufen. Am Ende erreichte ich als Siebte das Ziel und war froh, dass Rennen durchgezogen zu haben. Einen Tag später hatte ich eine Erklärung, ich hatte mir scheinbar einen Infekt eingefangen.

Fotos: Challenge Davos