Nina

Nach zwei Jahren mit einem Rahmentrainingsplan für meine Ligamannschaft von Natascha startete ich in der Vorbereitung auf meine erste Mitteldistanz 2015 die Zusammenarbeit mit ihr als Einzelathletin. Inzwischen blicken wir auf insgesamt fünf gemeinsame Jahre zurück, in denen wir als Trainer-Athleten-Gespann viel zusammen erlebt und auch erreicht haben.

Natascha habe ich mir als Trainerin ausgesucht, weil ich unbedingt einen weiblichen Coach wollte. Ich hatte sie in den Vorjahren immer intensiv bei ihrer sportlichen Karriere in den (sozialen) Medien verfolgt und irgendwie das Gefühl, sie könnte die richtige sein, mich „auf Spur zu bringen“. Außerdem fand ich es gut, dass sie in Frankfurt und damit sehr nah wohnt und man so auch die Möglichkeit hat, sich ab und zu zu sehen.

Viele denken, dass ein Trainingsplan Stress bedeutet, weil man stets extrem bemüht ist, die Einheiten stumpfsinnig abzuarbeiten, dabei aber oft der Vorgabe hinterherhechelt und das Pensum nicht schafft. Ich sehe das völlig anders: mein individueller und maßgeschneiderter Trainingsplan ermöglicht mir, das Maximum aus dem vorhandenen Zeitbudget herauszuholen. Ich habe den Kopf frei, was die Trainingsinhalte angeht und kann mich voll und ganz auf das Training selbst konzentrieren. Besonders in der Woche vor großen Wettkämpfen ist es – im Vergleich zu früher – ein supergutes Gefühl zu wissen, dass man sich entspannt zurücknehmen kann, weil man weiß, die wirklich wichtigen Einheiten liegen Wochen und Monate zurück.

Der beste Trainingsplan bringt nichts, wenn man nicht mit dem Trainer kommuniziert. Wenn es nicht läuft, ich irgendwelche Zeitvorgaben nicht schaffe, es irgendwo zwickt oder klemmt, gebe ich umgehend eine Rückmeldung an Natascha und mein Plan wird entsprechend angepasst. Auch wenn man am liebsten immer mit tollen Zeiten und Ergebnissen beim Trainer glänzen will: es muss einem klar sein, die meisten Einheiten trainiert man alleine und der Coach sieht einen dabei nicht – umso wichtiger ist es, feedback zu geben, damit alles passt.

Ich schätze an Natascha, dass sie immer sehr ehrliche und deutliche Worte findet und die Sache auf den Punkt bringt. Auch, dass sie immer wieder versucht, mich an neue Grenzen heranzuführen – ein tolles Gefühl, wieder einen kleinen Schritt weiter gekommen zu sein, den man nie für möglich gehalten hätte. Zielorientiert weiter zu trainieren, auch in Verletzungsphasen, motiviert zu bleiben und nicht aufzugeben und dann bestens vorbereitet an der Startlinie zu stehen, das ist ein Wahnsinnsgefühl, das ich so erst kenne, seit ich Athletin bei Natascha bin.

Ergebnisse 

IM 70.3 Wiesbaden 2015: 6:36h, 14. W40
IM 70.3 Kraichgau 2016: 5:42, 23. W40
IM 70.3 Wiesbaden 2016: 6:18h, 20. W40
Challenge Half Heilbronn 2017: 6:14h, 3. W45
Allgäu Triathlon Mitteldistanz 2017 (DM): 6:10h, 5. W45

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

18 + 8 =

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .